Bukarest hat kein Nachtleben, sondern vier oder fünf, die sich kaum berühren. Der folgende Überblick ist nach Vierteln geordnet, denn wo Sie übernachten, entscheidet in der Praxis, wie Ihr Abend aussieht.
Altstadt: dicht, günstig, laut
Die höchste Bardichte der Stadt, rund um die Straßen Lipscani, Smârdan und Șelari. Alles liegt wenige Gehminuten auseinander, das ist Vorteil und Problem zugleich: am Wochenende sind die Gassen zwischen Mitternacht und drei Uhr voll.
Passend, wenn Sie nichts planen wollen. Unpassend, wenn Sie sich unterhalten möchten, ohne die Stimme zu heben.
Calea Victoriei: teurer, ruhiger
Auf der Achse zwischen Piața Victoriei und Zentrum liegen die großen Hotels und die Lokale mit Reservierung. Die Preise liegen zwei- bis dreimal über der Altstadt, das Publikum ist älter.
Praktisch: Wer hier wohnt, erreicht alles zu Fuß in zehn Minuten und ist nicht auf Taxis angewiesen.
Der Norden: Herăstrău, Floreasca, Dorobanți, Pipera
Das teure Wohnviertel der Stadt, mit Restaurants und Clubs rund um den See und entlang der Dorobanți. Die Wege sind weit und man fährt, hier schlendert man nicht.
Pipera liegt noch weiter nördlich und ist eher Büro- und Wohngegend als Ausgehviertel. Gut zu wissen, bevor man dort ein Wochenende bucht.
Unirii und südlich davon
Rund um die Piața Unirii liegt der Verkehrsknoten der Stadt: Metro, Busse, Taxis. Kein Ziel für sich, aber der Ort, von dem aus Sie schnell überall hinkommen.
Für günstige Unterkunft mit guter Anbindung der beste Kompromiss der Stadt.
Zwei praktische Hinweise
Taxis bestellt man per App, man hält sie nicht auf der Straße an. Der Preisunterschied ist erheblich, besonders nachts und in Touristengegenden.
Die Metro fährt bis etwa 23 Uhr. Danach bleibt praktisch nur das Auto.